Protokoll einer beispielhaften Woche
Herbstferien · 19.–30. Oktober 2026

Zu alt für die Anfänger.
Zu weit hinten für die nächste Gruppe.

Dazwischen: nichts. An genau diesem Punkt fängt diese Woche an — fünf Tage, aufgeschrieben wie sie ablaufen. Auch der Tag, an dem nichts passiert.

Kein bestimmtes Kind, kein Erfahrungsbericht. Es ist die Woche, die wir bei Kindern sehen, die zwischen zwei Gruppen gelandet sind — oft genug, um sie aufschreiben zu können. Die Uhrzeiten sind Richtwerte — fest stehen nur 10 und 14 Uhr.

8 Min. Lesezeit· 4,9 · 70 Bewertungen· Prenzlauer Berg · Friedrichshain · Kreuzberg

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Vorweg

Dein Kind ist nicht zu schwach für den Sport. Es ist zu schwach für die nächste Gruppe und zu alt für die vorige. Und dazwischen baut niemand eine Stufe.

Der einzige Zug, den es dort gibt, ist eine andere Gruppe. Und wenn es die nicht gibt — dann halt nicht.

Es liegt nicht daran, dass du zu wenig gesucht hast. Die Stufe, nach der du gesucht hast, wird fast nirgends gebaut — deshalb hast du sie auch nicht gefunden.

Hier ist zu groß kein Grund für eine andere Gruppe. Zu groß ist ein Grund für eine kleinere Version.

Was das heißt, steht nicht in einem Leitbild. Es steht in einer Woche. Also haben wir eine aufgeschrieben.

Tag 1 · Montag
10:00

Treffpunkt Warschauer Straße. Räder, ein paar Kinder, die sich schon kennen. Und deins, einen halben Schritt hinter dir.

Zuerst wird geredet, nicht trainiert. Der Trainer fragt die Runde: Name, Alter, wer zum ersten Mal dabei ist. Nach dem Jahrgang fragt niemand — nicht um zu sortieren, sondern um zu wissen, wo jedes Kind gerade steht.

Dann fahren alle los. Der erste Spot ist keine zehn Minuten weg.

10:30

Am Spot stellt sich die Gruppe in einen Kreis. Jedes Kind zeigt eine einfache Aufwärmbewegung, alle machen sie zusammen nach — ein Aufwärmen, kein Auftritt. Deins schüttelt den Kopf. Der Trainer nickt, zeigt selbst eine, weiter.

Danach gehen die anderen zur Mauer. Dein Kind geht nach links, setzt sich auf den Boden und schaut.

Niemand holt es. Niemand sagt seinen Namen.

11:00

Was auf dieser Mauer passiert, ist nicht das, was du dir vorstellst. Du hast die Videos im Kopf — Dächer, Geländer, Sprünge, die man nicht wieder gutmachen kann.

Der erste Tag beginnt am Boden: sauber landen. Wie man auf den Füßen ankommt, ohne dass etwas wehtut. Wie man eine Distanz einschätzt, bevor man springt — und wie man sie testet, statt zu raten. Kleine Sprünge an niedrigen Mauern, und bei den ersten Versuchen steht der Trainer daneben, hält und hilft.

Der weiteste Sprung an Tag eins ist kürzer, als du denkst.

Und was „oben“ heißt, entscheidet der erste Tag auch: eine niedrige Mauer — kleine Sprünge, nichts Weites.

Kinder trainieren bodennah an einer niedrigen Mauer in Berlin
12:00

Pause an einem Spot in Kreuzberg. Jedes Kind hat sein eigenes Essen dabei — eine halbe Stunde sitzen, essen, quatschen.

Dein Kind isst mit. Es sagt nichts. Es muss auch nichts.

14:00

Die letzte Viertelstunde war Spielen — die Kinder haben ausgesucht, was. Deins stand am Rand. Jetzt sind alle zurück am Treffpunkt.

Dein Kind hat an diesem Tag nichts gemacht. Kein einziger Versuch.

Und niemand hat das erwähnt.

Es gab auch keinen Moment, in dem es gefehlt hätte — die Aufgabe war für alle da, eine Reihenfolge gab es nicht. Es war einfach dabei.

Am Abend erzählt es, dass ein Junge zweimal runtergefallen ist und dabei lachen musste.

Zwischenruf

Kennst du den Satz: „Für den Jahrgang nehmen wir keine Neuen mehr“?

So oder so ähnlich endet die Suche oft. Ein Probetraining, ein Anruf — und die Tür war zu. Nicht, weil dein Kind den Sport nicht könnte. Sondern weil es zwischen zwei Gruppen steht: Für die eine ist es zu alt, an die andere kommt es noch nicht heran.

Hier entscheidet kein Jahrgang. Hier entscheidet, was heute geht.

In dieser Woche läuft es deshalb anders: Alle bekommen dieselbe Aufgabe — und jedes Kind seine eigene Version davon. Wie das aussieht, zeigt der Dienstag.

Tag 2 · Dienstag
11:00

Neuer Spot, andere Straße, andere Mauer. Für dein Kind fängt alles nochmal bei null an — nur weiß es jetzt, wie es hier läuft.

Irgendwann am Vormittag steht es davor. Zwei Schritte zurück. Ein Blick zur Seite. Es legt die Hände auf die Kante, drückt sich einmal hoch — und lässt wieder los.

Das ist kein Rückzieher. Das ist die halbe Arbeit.

Der Trainer hat das gesehen. Er redet den Sprung nicht schön, und er redet ihn nicht klein. Er macht ihn kleiner.

11:30

Die Bewegung wird zerlegt. Erst die Landung — unten, wo nichts passieren kann. Dann die Distanz. Und dafür fällt ein Satz, der hier wörtlich so gesagt wird: „Du kannst testen, daneben zu landen.“

Dein Kind springt von der Mauer auf den Boden neben der Landestelle. Gleiche Weite, keine Höhe. Die Distanz geht.

Jedes Kind ist einmal einzeln dran, damit der Trainer sieht, wie es läuft — und jedes bekommt seine eigene Korrektur.

Er wird nicht kleingeredet. Er wird kleiner gemacht.

„Das Training ist ohne Druck oder Wettkampf, jede/r kann nach ihren/seinen Bedürfnissen mitmachen.“

Liza R. · Google-Bewertung

Der Ablauf — bei jeder Bewegung derselbe

Zerlegen. Eine Bewegung, die zu groß ist, wird in Teile geteilt, die heute gehen.

Testen. Für jeden Teil gibt es eine Version ohne Risiko — wie der Sprung auf den Boden daneben.

Korrigieren. Jedes Kind ist einzeln dran und bekommt seine eigene Korrektur.

Zurückbauen. Stück für Stück wieder größer, bis zu dem Ziel, das dein Kind sich selbst gesetzt hat. Gestrichen wird es nicht. Nur später.

Kleiner ist hier keine Schonung. Kleiner ist der Weg zur ganzen Bewegung.

Wie ernst das gemeint ist, zeigt die Frage, die Kinder am ersten Tag fast immer stellen: „Kannst du einen Backflip?“ — „Ja. Und wir bauen hin.“

Erst mal die beiden Wochen ansehen

Termine, Details und Preis auf einer Seite. Verbindlich wird nichts, bevor du den Vertrag per E-Mail gelesen hast.

Tag 3 · Mittwoch

Dann macht es das.

Der Sprung von Dienstag — diesmal die ganze Version.

Es gibt keinen Countdown dafür. Es passiert zwischen zwei Momenten, in denen gerade niemand hinsieht.

Es steht oben, dreht sich um und sucht jemanden, dem es das zeigen kann.

Und du bist gar nicht da.

Kinder an niedrigen Mauern in Friedrichshain

„Anfangs war er etwas unsicher, aber schon nach kurzer Zeit hat er sich dort wohlgefühlt.“

Anna · Google-Bewertung
Tag 5 · Freitag

Der Donnerstag steht hier nicht — er sieht aus wie der Dienstag, eine Stufe weiter.

14:00

Dein Kind kommt zurück und zeigt dir etwas. Nicht, weil du gefragt hast.

Es läuft ein Stück vor, springt auf eine Kante in eurer Straße, an der ihr seit Jahren jeden Tag vorbeigeht, und dreht sich um.

Ob es sich ab jetzt überall traut, versprechen wir dir nicht. Das wissen wir nicht. Wir wissen nur, was in diesen fünf Tagen passiert.

Aber das ist nicht dieser Nachmittag. Dieser Nachmittag ist wieder einer, an dem zwischen deinem Kind und der nächsten Gruppe eine Stufe fehlt — und niemand sie baut.

Der nächste Montag kommt sowieso. Die Frage ist nur, ob wieder eine Gruppe anfängt, wo dein Kind nicht steht — oder ob diesmal jemand die Version baut, die heute geht.

Hier landen fast nur Eltern, die schon weitergesucht haben, als die Rechnung eigentlich abgeschlossen war.

Die beiden Wochen im Oktober ansehen

Nachtrag · was du noch wissen willst

Und wenn es die ganze Woche nichts macht?
Dann macht es die ganze Woche nichts, und niemand kommentiert das. Wir zwingen nicht und sprechen es auch nicht vor der Gruppe an. Erfahrungsgemäß steigen Kinder, die am Montag danebenstehen, im Lauf der Woche von selbst ein. Versprechen tun wir es dir nicht.
Wenn dein Kind auf keinen Fall will.
Dann überreden wir es nicht. Eine Woche gegen den ausdrücklichen Willen deines Kindes ist für alle eine schlechte Idee. Zögern ist etwas anderes als Ablehnung — ruf uns an, dann sortieren wir das gemeinsam.
8- und 15-Jährige zusammen?
Ja. Alle bekommen dieselbe Aufgabe — der Achtjährige seine Version, die Fünfzehnjährige ihre. Und jedes Kind ist einmal einzeln dran, damit der Trainer sieht, wie es läuft.
Und wenn es sich etwas vornimmt, das noch nicht geht?
Dann wird es nicht gestrichen — es wird zerlegt. Erst die Version, die heute geht, dann Stück für Stück zurück zur ganzen. Das Ziel deines Kindes bleibt stehen.
Wie sicher ist das eigentlich?
Wir fahren nur Spots und Wege an, die wir seit Jahren kennen. Angefangen wird am Boden: sauber landen, Distanzen einschätzen, testen statt raten. Bei den ersten Versuchen steht der Trainer daneben, hält und hilft. Was zu hoch ist, wird nicht angefasst — auch dann nicht, wenn ein Kind es gern möchte.
Wofür wir nicht die richtigen sind.
Der Kurs geht von 10 bis 14 Uhr — wenn du bis 17 Uhr arbeitest, deckt das deinen Tag nicht ab. Es gibt kein Mittagessen, jedes Kind bringt sein eigenes mit. Ohne Fahrrad geht es nicht. Es sind vier Stunden Training, keine acht Stunden Aufenthalt.
Und wenn es regnet?
Wir sind im Oktober draußen, auch bei Regen — mit der richtigen Kleidung ist das für die Kinder erfahrungsgemäß kein Problem. Bei Dauerregen oder Sturm entscheiden wir morgens und weichen auf einen überdachten Spot aus. Der Kurs fällt nicht aus.
Kein eigenes Rad?
Daran ist noch keine Anmeldung gescheitert. In der Nähe vom Treffpunkt gibt es mehrere Fahrradverleihe — sag uns vorher Bescheid.
Mitbringen.
Funktionierendes Fahrrad, bequeme Sportsachen, feste Turnschuhe, Essen, etwas zu trinken. Bei Regen Regenjacke und Wechselsachen. Treffpunkt Warschauer Str. 5.

DOSB-lizenziert · Kinderschutz-zertifiziert (2025–2030)
Über 15 Jahre eigene Parkour-Erfahrung. Trainiert wird draußen, an Spots und auf Wegen, die wir seit Jahren kennen. 4,9 ★ bei 70 Google-Bewertungen — selbst nachlesen. Alle auf dieser Seite zitierten Elternstimmen stammen wörtlich aus diesen öffentlichen Google-Bewertungen. Ob hinter einer Bewertung eine tatsächliche Teilnahme steht, prüfen wir nicht selbst nach — jede ist dort im Original einsehbar.

Der Montag kommt sowieso.

Die Frage ist nur, ob er wieder so aussieht wie alle davor — oder ob diesmal eine Aufgabe auf dein Kind wartet, die in seiner Version anfängt.

Die Sommerkurse waren ausgebucht. Im Herbst gibt es zwei Wochen. Das ist die ganze Dringlichkeit — mehr haben wir nicht, und mehr erfinden wir auch nicht.

Am 25. Oktober werden die Uhren zurückgestellt. Danach ist es um vier dunkel. Das sind die letzten zwei Wochen im Jahr mit ganzen Tagen draußen bei Licht.

„Er fand es großartig, obwohl er vorher noch nie Parkour gemacht hat.“

Carina · Sohn, 11 Jahre · Google-Bewertung
19.–23. OktoberMo–Fr · 10–14 Uhr
26.–30. OktoberMo–Fr · 10–14 Uhr
Termine, Details und Anmeldung ansehen

Auf der Kursseite stehen alle Termine, alle Details und der Preis — und dort meldest du dein Kind an. Danach melden wir uns persönlich: alle Infos und der Vertrag kommen per E-Mail, in Ruhe zum Durchlesen, bevor irgendetwas verbindlich wird.

Fünf Tage, Montag bis Freitag, 10 bis 14 Uhr. Treffpunkt Warschauer Str. 5. Draußen an Spots, die wir seit Jahren kennen — in Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg, mit dem Rad dazwischen. Für 8 bis 15 Jahre, alle Level, ohne Wettkampf. Nach der Anmeldung melden wir uns persönlich bei dir — du bekommst alle Infos und den Vertrag in Ruhe per E-Mail, bevor irgendetwas verbindlich wird.