Herbstferien 2026 · Ferienkurs

Der erste Weg allein kommt sowieso.
Die Frage ist nur, ob vorher schon mal jemand mitgefahren ist.

Für diese Entscheidung gibt es keinen Prüfstein. Dass du zögerst, liegt nicht an dir — den Schein bekommt fast jedes Kind, und danach hört die Anleitung auf. Kein Datum, ab dem es passt. Keine zweite Meinung, die alle teilen. Die Frage stellen sich gerade sehr viele Eltern; laut gestellt wird sie selten.

Bleibt das, was die Eltern machen, die den Weg vorher abfahren: die Strecke ein paar Mal gemeinsam fahren, bis sie bekannt ist. Das funktioniert. Es kostet nur Zeit, die im Alltag niemand hat.

Hier geht es um fünf Tage Parkour draußen, bei denen die Gruppe mit dem Rad zwischen den Trainingsorten fährt — Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Kreuzberg. „Mit dem Rad?“ ist die Frage, die uns Eltern am häufigsten stellen.

Hier steht die vollständige Antwort.

Kinder trainieren bodennah an einer niedrigen Mauer in Berlin
5 Min. Lesezeit· 4,9 · 70 Bewertungen· DOSB · Kinderschutz

Wo die Ausbildung aufhört

Fast alle Berliner Grundschulkinder machen die Fahrradprüfung — Jahrgangsstufe 4, gemeinsam mit der Polizei. Geübt und geprüft wird auf einem abgesperrten Übungsplatz: Die Ampel ist dort aufgemalt, die Fahrbahn auch, und kein Lieferwagen versperrt die Sicht.

Straßen mit Verkehr sind nicht Teil der Ausbildung. Außerhalb der Jugendverkehrsschulen unterstützt die Polizei Berlin sie nur auf Anfrage (Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19/16520).

„Da die Prüfung meistens im geschützten Raum in den Jugendverkehrsschulen durchgeführt wird, muss die Übertragung des Gelernten in den realen Straßenverkehr noch kräftig geübt werden.“

Landesverkehrswacht Berlin

Das ist keine Kritik an irgendjemandem. Es ist die Reihenfolge: erst die Regeln, an einem Ort ohne Autos. Der zweite Teil kommt später — und meistens allein.

Regeln kann man auf einem Platz lernen. Wege nicht.

Warum bei uns überhaupt gefahren wird

Das Rad ist bei uns kein Kursthema. Es ist das Verkehrsmittel. Die Gruppe muss von einem Trainingsort zum nächsten — also wird gefahren. Fünf Tage, jeden Tag, ein Trainer daneben.

Über zwanzig Orte, alle in Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg, alle nah beieinander. Zwei bis drei Etappen am Tag. Fünf Tage lang dieselben drei Bezirke — aber nie zum selben Zweck: Das Trainingsziel wechselt täglich.

Die Wege werden bekannt. Das Training bleibt neu.

Das ist dasselbe, was die Eltern tun, die den Weg vorher abfahren. Nur fünf Tage hintereinander — und nicht in der Zeit, die du selbst noch übrig hast. Das ist der Unterschied. Alles Weitere ist nur die Ausführung.

„Das gibt es doch kostenlos.“

Stimmt. In Berlin gibt es 25 Jugendverkehrsschulen in 12 Bezirken, mehrere davon in den Ferien den ganzen Tag geöffnet, und sie kosten nichts. Dort lernt dein Kind die Regeln, und das ist richtig so. Wir raten niemandem davon ab.

Der Unterschied ist nicht die Qualität der Übung. Es ist der Ort. Auf dem Übungsplatz steht keine zweite Reihe im Weg, kein Transporter versperrt die Sicht, und die Ampel bleibt rot, bis jemand sie umschaltet.

Und die Lücke selbst zu schließen, ist in einer Großstadt schwer: Ruhige Ecken, wo Kinder ungestört fahren können, gibt es kaum. Bleibt wieder die eigene Zeit.

Der kostenlose Übungsplatz ist nicht zu teuer. Er ist am falschen Ort. Und der richtige Ort lässt sich nicht kostenlos betreten, weil dafür jemand danebenfahren muss.

Termine, Details und Anmeldung ansehen

Zwei Wochen im Oktober. Anmeldung dauert etwa eine Minute — verbindlich wird nichts.

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Dinge, die passieren, bevor dein Kind mit uns durch Berlin fährt.

Kein Versprechen für danach. Nur der Ablauf, damit du weißt, worüber du entscheidest.

A · Der Weg

  1. 01Wie die Wege ausgesucht werden

    Wir wissen, wo die Ampeln stehen, wo es eng wird und an welcher Ecke man besser absteigt. Das steht auf keiner Karte. Das kommt davon, dass wir dieselben Wege seit Jahren benutzen.

  2. 02Dieselben Wege, jeden Tag ein anderes Ziel

    Fünf Tage in denselben drei Bezirken, aber nie zum selben Zweck. Am Montag ist ein Weg neu, am Freitag ist er der Weg, den man kennt. Genau darum wiederholen wir ihn.

  3. 03Was dein Kind können muss, ist weniger als du denkst

    Geradeaus fahren, bremsen, anhalten, absteigen. Mehr nicht. Wenn dein Kind bisher wenig gefahren ist, sag es uns vorher — dann fahren wir die ersten Tage entsprechend.

  4. 04Wer das Tempo macht

    Das Tempo macht nicht das schnellste Kind, sondern das langsamste. An Kreuzungen wird gesammelt und erst weitergefahren, wenn alle da sind. Es geht nicht darum, schnell anzukommen. Es geht darum, zusammen anzukommen.

  5. 05Wenn eine Stelle nicht passt

    Ein Stück Bordstein, eine unübersichtliche Ecke, eine Baustelle, die gestern noch nicht da war — dann steigen alle ab und schieben. Normal, und niemandem peinlich.

  6. 06Wie lang eine Etappe ist

    Zwei bis drei Etappen am Tag, jede zehn bis fünfzehn Minuten — zwischen Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg. Das ist kein Radausflug. Das ist der Weg zum nächsten Spot.

„Durch die Fahrradtouren zu den verschiedenen Parkourplätzen hat sie auch noch viel von der Stadt gesehen.“

★★★★★   Mandy P. · Tochter · Google

B · Der Spot

  1. 07Welche Spots angefahren werden

    Seit Jahren dieselben Orte, und wir wissen, was dort geht und was nicht. Was zu hoch ist, wird nicht angefasst — auch dann nicht, wenn ein Kind es gern möchte. Kein Dach. Keine Mülltonne.

  2. 08Der erste Tag beginnt am Boden

    Sauber landen: wie man auf den Füßen ankommt, ohne dass etwas wehtut, und wie man eine Distanz einschätzt, bevor man springt. Kleine Sprünge an niedrigen Mauern. Der Trainer steht daneben, hält und hilft. Was schwerer wird, kommt erst, wenn die Basis sitzt.

  3. 09Wo alle anfangen

    An niedrigen Mauern — kein Sonderprogramm für vorsichtige Kinder, sondern der Anfang für alle: auch für die, die schon Videos nachgemacht haben. Vom ersten Mal bis zum dritten Kurs — beides passt.

  4. 10Was hier nicht stattfindet

    Kein Wettkampf: keine Aufstellung, keine Wertung, keine Bank. Jedes Kind arbeitet an seiner eigenen nächsten Bewegung an derselben Wand — der Achtjährige und die Vierzehnjährige gleichzeitig. Und damit gibt es auch keinen Letzten.

Kinder an niedrigen Mauern in Friedrichshain

„Unser Sohn geht sehr gerne hin. Ob’s regnet oder nicht ihm macht’s richtig Spaß … wir finden es super das er sich bewegt und nicht nur vorm Handy hockt.“

★★★★★   Carsten H. · Vater · Google

Wofür wir nicht die richtigen sind.

Steht hier, damit du es nicht später merkst.

Kein Fahrradkurs
Wenn du eine Verkehrsschulung suchst, sind wir die falsche Adresse. Bei uns wird gefahren, weil wir irgendwo hinmüssen — das Können entsteht nebenbei, nicht im Unterricht.
Ohne Rad geht nichts
Jedes Kind bringt sein eigenes Rad mit, wir fahren jeden Tag damit. Wenn du keins hast, kannst du eins leihen — Verleihstationen gibt es in Berlin an vielen Stellen. Sag uns vorher Bescheid.
Können vorausgesetzt
Geradeaus fahren, bremsen, anhalten, absteigen. Wer sich damit noch schwertut, ist bei uns nicht falsch — aber wir müssen es vorher wissen.
10 bis 14 Uhr
Wenn du bis 17 Uhr arbeitest und durchgehende Betreuung brauchst, deckt das deinen Tag nicht ab. Dafür gibt es in Berlin bessere Angebote als uns. Vier Stunden Training, keine acht Stunden Aufenthalt. Ein Mittagessen gibt es nicht — jedes Kind bringt sein eigenes mit.
Im Oktober draußen
Auch bei Regen — mit der richtigen Kleidung ist das den Kindern erfahrungsgemäß am liebsten. Bei Dauerregen oder Sturm entscheiden wir morgens und weichen auf einen überdachten Ort aus. Der Kurs fällt nicht aus.
Alter 8 bis 15
Alle Level. Wer zum ersten Mal dabei ist, findet genauso seinen Platz wie ein Kind, das schon zwei Kurse gemacht hat. Kein Wettkampf, keine Wertung.

Stell dir den Freitag vor. Dein Kind stellt das Rad ab und erzählt dir, an welcher Ecke man besser absteigt und wo die Ampel ewig braucht. Nicht weil es jemand erklärt hat — weil es die Woche über selbst dort langgefahren ist.

Bis dahin fährt bei dir das Kopfkino mit. Das hört auch nicht auf. Und der erste Weg allein kommt trotzdem — spätestens mit dem Schulwechsel.

Die einzige Frage ist, ob vorher schon mal jemand danebengefahren ist.

Der Satz fürs Gespräch zu Hause

„Das ist ein Parkourkurs, fünf Tage, und sie fahren mit dem Rad zwischen den Trainingsorten — mit einem lizenzierten Trainer daneben. Über zwanzig Orte in drei Bezirken. 4,9 bei 70 Bewertungen.“

Im Oktober fährt jemand mit.

Fünf Tage, Montag bis Freitag, 10 bis 14 Uhr. Jeden Tag mit dem Rad, zwischen Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg. 8 bis 15 Jahre, alle Level.

Die Sommerkurse waren ausgebucht. Im Herbst gibt es zwei Wochen. Das ist die ganze Dringlichkeit — mehr haben wir nicht, und mehr erfinden wir auch nicht. Am 25. Oktober werden die Uhren zurückgestellt; danach ist es um vier dunkel.

19.–23. OktoberMo–Fr · 10–14 Uhr
26.–30. OktoberMo–Fr · 10–14 Uhr

DOSB-lizenziert · Kinderschutz-zertifiziert · 4,9 ★ bei 70 Google-Bewertungen

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Dauert etwa eine Minute. Die Anmeldung ist noch keine Buchung — wir melden uns persönlich und schicken dir alle Infos und den Vertrag per E-Mail. Verbindlich wird nichts, bevor du zugestimmt hast.

Treffpunkt Warschauer Str. 5, 10243 Berlin. Draußen an Orten in Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg, die wir seit Jahren benutzen, mit dem Rad dazwischen. Über 15 Jahre eigene Parkour-Erfahrung. Bewertungen selbst nachlesen.