Jeden Tag ein anderes Gelände.
Wie läuft so eine Woche ab?
Zehn Punkte aus dem Ablauf einer Ferienwoche bei uns — aufgeschrieben, damit ihr sie vorher lesen könnt. Für Kinder von 8 bis 15, mit und ohne Vorerfahrung.
Warum der Ort überhaupt eine Rolle spielt.
Jede Sportart räumt die Umgebung auf, damit man Leistungen vergleichen kann. Fußball hat ein Feld mit Maßen. Turnen hat genormte Geräte. Schwimmen hat 25 Meter.
Parkour ist die einzige Sportart, deren Umgebung nicht genormt ist. Die Fähigkeit besteht genau darin, zu lesen, was vor einem steht — und das ist jedes Mal etwas anderes.
Bleibt das Hindernis gleich, wird die halbe Sportart geübt: die Bewegung.
Die andere Hälfte ist, eine neue Umgebung zu lösen.
Wenn eine Ferienwoche im Rückblick zu einem einzigen Tag verschwimmt, liegt das deshalb selten am Kind und selten an den Leuten vor Ort. Ein Ort, egal welcher, ist am zweiten Tag Hintergrund. Das gilt für jeden Ort — auch für unsere.
Ihr braucht uns dafür übrigens nicht. Ihr könnt mit eurem Kind jeden Tag an eine andere Mauer fahren, und das kostet nichts. Was ihr hier dazu bekommt, ist die Reihenfolge: welche Bewegung an welchem Gelände wann dran ist, und wer daneben steht, wenn sie das erste Mal probiert wird. Genau das steht unten, Punkt für Punkt.
Was in der Woche festgelegt ist
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01
Treffpunkt und Zeiten
Warschauer Str. 5 in 10243 Berlin, Montag bis Freitag um 10:00 Uhr. Um 14:00 Uhr ist die Gruppe wieder am selben Ort, und dort wird das Kind abgeholt. Start und Ende liegen jeden Tag der Woche an derselben Adresse — unabhängig davon, wo dazwischen trainiert wurde. Ihr müsst also nur einen Weg kennen, nicht fünf.
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02
Wer die Gruppe begleitet
Ein fester Trainer, die ganze Woche — dieselbe Person am Montag und am Freitag, an jedem Gelände. DOSB-lizenziert und kinderschutz-zertifiziert, mit über fünfzehn Jahren eigener Parkour-Erfahrung. Er stellt die Aufgaben, er zeigt sie vor, und er steht daneben, wenn eine Bewegung das erste Mal probiert wird. Es wechselt in dieser Woche also nur eines: der Ort. Wer die Aufgaben stellt und wer daneben steht, wechselt nicht.
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03
Was zwischen den Trainingsorten passiert
Gefahren wird mit dem Rad, zehn bis fünfzehn Minuten, auf Wegen, die wir seit Jahren fahren. Bevor überhaupt losgefahren wird, steht die Gruppe am Treffpunkt zusammen: wer neu ist, wie der Tag abläuft, welche Regeln unterwegs gelten. Das Rad ist kein Programmpunkt — es ist das, was den Ortswechsel überhaupt erst möglich macht. Deshalb bringt jedes Kind sein eigenes mit. Kein eigenes Rad? Schreibt uns kurz — daran ist noch keine Anmeldung gescheitert.
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„Durch die Fahrradtouren zu den verschiedenen Parkourplätzen hat sie auch noch viel von der Stadt gesehen.“
Mandy P. · Tochter · Google
Wie an einem Gelände trainiert wird
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04
Wie eine Bewegung beigebracht wird
Immer in derselben Abfolge, bei jeder einzelnen Bewegung, den ganzen Tag über.
Erst macht der Trainer die Bewegung ganz vor. Er sagt nicht, wie es geht — er macht es zuerst selbst.
Dann wird sie zerlegt: der einfachste und schnellste Weg hinein — und der, bei dem am wenigsten schiefgehen kann.
Dann üben die Kinder nacheinander — eins nach dem anderen, nicht alle gleichzeitig.
Dann korrigiert er jedes Kind einzeln und gibt ihm für diese Bewegung seine eigenen Hinweise.
Dieselbe Abfolge, aufgeschrieben für den ersten Tag — mit den Uhrzeiten, den beiden Wochen im Oktober und dem Anmeldeformular.
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05
Womit am ersten Tag angefangen wird
Ihr habt wahrscheinlich Videos im Kopf: Dächer, Geländer, Sprünge, die man nicht wieder gutmachen kann. Angefangen wird woanders — mit Precision: genau auf einen vorher bestimmten Punkt springen und dort stehen bleiben. Der erste davon geht auf eine niedrige Kante oder eine sehr niedrige Mauer. Dazu sauber landen, also auf den Füßen ankommen, ohne dass etwas wehtut.
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06
Was passiert, wenn ein Kind zögert
Es bekommt eine kleinere Version derselben Bewegung — eine, die es ausprobieren kann, ohne sich auf die ganze festzulegen. Bei einem Sprung heißt das: erst einmal neben die Landung springen, um zu sehen, dass die Strecke reicht. Danach der Sprung selbst. Beim ersten Versuch steht der Trainer daneben und hält.
Der Satz, der dabei fällt, ist wörtlich dieser:
„Du kannst testen, daneben zu landen.“
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07
Wie ein Achtjähriger und ein Fünfzehnjähriger dieselbe Aufgabe bekommen
Sie trainieren zusammen, an derselben Aufgabe, in verschiedenen Versionen. Die Übung ist eine. Die Version ist für jedes Kind eine andere. Wer eine Bewegung fertig hat und weitermachen will, bekommt eine schwerere Fassung davon oder etwas ganz anderes. Wer zum ersten Mal dabei ist, bekommt dieselbe Bewegung an einer niedrigeren Kante oder einem kürzeren Abstand. Nicht der Ort entscheidet über den Schwierigkeitsgrad, sondern die Aufgabe, die dort gestellt wird. Verglichen wird nichts, und gewertet wird nichts.
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„Das Training ist ohne Druck oder Wettkampf, jede/r kann nach ihren/seinen Bedürfnissen mitmachen.“
Liza R. · Google
Was sich über die Woche verändert
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08
Was sich von Tag zu Tag ändert
Das Gelände. Kein Tag wiederholt das Gelände vom Vortag, und an manchen Tagen wechselt es auch innerhalb des Tages noch einmal — quer durch Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg. Dieselben Bewegungsgrundlagen, jedes Mal in einer anderen Lage. Eine der Adressen ist eine Parkouranlage draußen.
Wir sagen das auch andersherum, weil es dann ehrlicher klingt:
Würden wir fünf Tage am selben Ort trainieren, wäre es am Mittwoch auch bei uns langweilig.
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09
Was ab der Wochenmitte dazukommt
Dieselben Bewegungen an höheren Kanten und weiteren Abständen, dazu neue Techniken — aber immer erst dann, wenn die Basis sitzt. Manche Kinder arbeiten in diesen Tagen an Bewegungen, die deutlich über den Grundlagen vom Montag liegen; andere üben dieselben Grundlagen an schwererem Gelände weiter. Beides läuft nebeneinander an derselben Wand. Irgendwann in dieser Phase kommt fast immer dieselbe Frage aus der Gruppe, und sie wird jedes Mal gleich beantwortet:
Kind: „Kannst du einen Backflip?“
Trainer: „Ja. Und wir bauen hin.“
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10
Wann der Trainer Nein sagt
Wenn ein Kind glaubt, es schafft etwas, der Trainer aber an seinem Stand sieht, dass es wahrscheinlich nicht klappt. „Wahrscheinlich“ allein reicht als Grund — eine Verletzung ist das Risiko nicht wert. Das Kind hört dann nicht, dass es das nicht kann.
Es hört vier Dinge: nimm dir Zeit, geh es in kleinen Schritten an, hier ist eine Aufgabe, die leichter ist als die, die du gerade wolltest — und trainiert wird trotzdem in Richtung deines Ziels. Das Schwere, das es wollte, bleibt das Ziel; es wird nur später.
Der Unterschied liegt zwischen „mach das nicht“ und „noch nicht, und das ist der Weg dahin“. Kinder schätzen sich manchmal falsch ein, in beide Richtungen. Die Aufgabe des Trainers ist, sie in den Bereich zurückzuholen, in dem sie ihre Grenze austesten können, ohne dass es gefährlich wird.
Wofür diese Woche nicht gemacht ist
- Für einen durchgehenden Arbeitstag. Der Kurs geht von 10 bis 14 Uhr, weil in diesen vier Stunden gefahren und trainiert wird. Wenn ihr acht Stunden abdecken müsst, deckt das euren Tag nicht ab — dafür gibt es in Berlin bessere Angebote als uns.
- Für ein Kind ohne Rad. Der tägliche Ortswechsel (Punkt 03) hängt am Rad. Ohne eines geht es nicht von allein — schreibt uns vorher, dann finden wir eine Lösung.
- Für gemeinsames Mittagessen. Eine Gruppe, die täglich das Gelände wechselt, hat keine Küche. Jedes Kind bringt sein eigenes Essen und etwas zu trinken mit; gegessen wird gemeinsam in der Pause.
- Für schönes Wetter. Wir sind im Oktober draußen, auch bei Regen. Bei Dauerregen oder Sturm entscheiden wir morgens und weichen auf einen überdachten Ort aus. Der Kurs fällt nicht aus.
Am Freitagnachmittag erzählt sich eine solche Woche dann Tag für Tag: Montag eine Mauer in Prenzlauer Berg, Mittwoch Treppen in Friedrichshain, Donnerstag eine Kante in Kreuzberg. Jeder Tag hat eine eigene Adresse.
Welche Gelände in eurer Woche drankommen, hängt vom Wetter, von der Gruppe und davon ab, wo die Kinder wieder hinwollen — das steht erst in der Woche selbst fest. Was jetzt schon feststeht, sind die beiden Termine im Oktober und wie viel in ihnen noch frei ist. Beides steht auf der Kursseite.
„Das ist ein Ferienkurs, kein Betreuungstag: fünf Tage, jeden Tag ein anderes Gelände in drei Bezirken, ein fester Trainer, 10 bis 14 Uhr.“
Alle auf dieser Seite zitierten Bewertungen stammen unverändert aus unserem Google-Unternehmensprofil. Ob hinter einer Bewertung eine tatsächliche Teilnahme steht, prüfen wir nicht selbst nach — jede ist dort im Original einsehbar.
Alle Bewertungen bei Google lesenZwei Wochen im Oktober.
Am 25. Oktober werden die Uhren zurückgestellt — danach ist es um vier dunkel. Das sind die letzten zwei Wochen im Jahr mit ganzen Tagen draußen bei Licht.
Termine, Preis und Anmeldung stehen auf der Kursseite.
Die Anmeldung dort ist noch keine Buchung — verbindlich wird es erst mit
eurer Bestätigung.
✓ DOSB-Lizenz · ✓ Kinderschutz-zertifiziert · ✓ 4,9 ★ bei 70 Bewertungen
Diese Seite ist für Eltern, die vorher wissen wollen, wie eine Woche abläuft — und nicht erst am Freitag.
Fünf Tage, Montag bis Freitag, 10 bis 14 Uhr. Treffpunkt Warschauer Str. 5, 10243 Berlin — Start und Ende jeden Tag am selben Ort. Draußen in Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg, mit dem Rad dazwischen, jeden Tag an einem anderen Trainingsgelände. Ein fester Trainer für die Gruppe, die ganze Woche. Für Kinder von 8 bis 15 Jahren, alle Level, ohne Wertung. Jedes Kind bringt sein eigenes Fahrrad, sein eigenes Essen und etwas zu trinken mit; ein Mittagessen gibt es bei uns nicht. Bei Dauerregen oder Sturm weichen wir auf einen überdachten Ort aus — der Kurs fällt nicht aus. Termine, Preis und Anmeldung stehen auf der Kursseite.